Auch in Frankreich waren Deportationen in Konzentrationslager ein zentrales Element deutscher Besatzungspolitik. Deportationsmaßnahmen richteten sich zum einen gegen die jüdische Bevölkerung, aber auch 76.000 nichtjüdische Menschen waren betroffen. Von dieser Gruppe der nichtjüdischen Deportierten wurden über 11.600 Frauen und Männer im Konzentrationslager Neuengamme und seinen Außenlagern inhaftiert. Wer waren sie, warum wurden sie verhaftet und deportiert? Die Historikerin Dr. Christine Eckel (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen) hat sich im Rahmen ihrer kürzlich erschienenen Dissertation unter anderem diesen Fragen zugewandt. In ihrem Vortrag erläutert Sie die Rolle und die Funktion der Deportationen im Kontext der deutschen Repressionspolitik in Frankreich und die diesbezügliche Bedeutung der engen Kollaboration durch das Vichy-Regime. Zudem berichtet Sie über die Deportationen in das Konzentrationslager Neuengamme und seine Außenlager ab 1944 und die Situation der Häftlinge dort. Dabei nimmt Sie auch Lebenswege von französischen Gefangenen des KZ-Außenlagers Kaltenkirchen in den Blick. Abschließend legt Christine Eckel einen Fokus auf die Weitergabe von Erinnerungen in den Familien von Deportierten und der Arbeit mit Nachkomminnen an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Um eine kurze Anmeldung bis spätestens 24.08.2026 per Mail an ts@kz-gedenkstaette-kaltenkirchen.de wird gebeten.

KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen, OT Springhirsch, an der B4, 24568 Nützen
Eine Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen
Ausschlussklausel: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.